Görlitzer und Fotofreund mit Leib und Seele!
Als FotoCoach & FotoScout in der schönsten Stadt Deutschland´s unterwegs.
Mein Spezialgebiet ist die Infrarot- und S/W-Fotografie.

Hardware: Bj. 67 + Nikon D80
als Zweitbeziehung eine Olympus SP 570 UZ

weitere Bilder von mir gibts bei
http://portfolio.fotocommunity.de/fotoscout
https://www.flickr.com/photos/62330194@N05/collections/

 

Streetfotografie 2000 - 2015

 

Im Jahr 2000 wusste ich noch nichts von Streetfotografie. Aber trotzdem hat es mich schon immer interessiert, neben der ganz privaten Fotografie noch etwas anderes zu tun. Familie, Urlaub, Blümchen und Schmetterlinge, natürlich auch die ganze Viecherei, die es zu Hause so gab. Selbstverständlich auch Katzenbilder. Alles Fotos die fürs Familienalbum gut waren. Am Anfang natürlich ganz besonders im Urlaub, wenn ich woanders war fotografierte ich hin und wieder die "Straße". Leute die da waren und auch Dinge. Auch das machen natürlich viele Hobbyfotografen. Ich fand große Städte interessant, vorrangig zwar die Sehenswürdigkeiten und die Architektur. Aber es war auch interessant fremde Leute in fremden Städten zu fotografieren, Streetportraits sozusagen.

Vielleicht um das Jahr 2010 hörte ich von Streetfotografie, das waren für mich immer noch in erster Linie Portraits von Menschen auf der Straße. Ich kam mit Leuten zusammen, für die die Streetfotografie sehr wichtig schien. Teilweise war es vordergründig, dass was sie an Motiven fotografierten. Erste kontroverse Diskussionen bis hin zum heftigen Streit und zur Ablehnung von diesem oder jenem Fotografen. Leuten ins Gesicht blitzen? Nee, das geht schon mal gar nicht! Was müssen das für Freaks sein? Straßenfotografie in Deutschland und die Gesetze, boten genug Diskussionsstoff für die nächsten Streitereien in unserer Fotorunde. Es hat mich nichts davon abgehalten im günstigen Moment doch auf den Auslöser zu drücken. In erster Linie Portraits, meist von alten Männern mit markanten Gesichtszügen. Ja vielleicht auch mal ein junges hübsches Mädchen im günstigen Licht und ohne bemerkt zu werden. So was macht man nicht! Auf keinen Fall mit Teleobjektiv! Der Streit ging weiter was man darf und was überhaupt Streetfotografie ist. Im Raum stand der Vorwurf, das meine Bilder keine Streetfotografie seien. Den Vorwurf angehört und erst mal akzeptiert, da ich noch viel zu wenig über das Thema wusste. Also lesen Bilder ansehen und lernen.

Ausstellen kann man die Bilder sowieso nicht. Wegen der Persönlichkeitsrechte usw., bla bla bla. Irgendwann hab ich doch eins in unserer Gemeinschaftsausstellung hängen gehabt. Ein Pärchen in ihrem Oldtimer. Keiner hat sich beschwert, niemand hat mich verklagt. Null Reaktion. Warum dann diese ganze Aufregung? Weitermachen und fotografieren was mich interessiert. Im Endeffekt mache ich die Bilder doch nur für mich.

Inzwischen dazu gelernt. Ich überlegte mir thematische Serien zu gestalten. Im meiner Kindheit hatten wir immer Hunde zu Hause. Großmutter kam oft mit dem Spruch: "Wie der Herr so das Gescherr". Überall sind heute die Hundebesitzer unterwegs und geben oft genug ein skurriles Bild ab. Es war klar, dass könnte ein Thema sein. Da wusste ich nichts von Elliott Erwitt Dogs. Die bekam ich erst zu sehen, als ich das Thema für zu banal fast schon verworfen hatte. Also ging es weiter mit den Dogs. Mit der bewussten Beschäftigung mit dem Thema Streetfotografie, kamen neue Themen hinzu. Immer öfter ging ich los, mit einem einzigen Ziel: Streetfotos zu machen. Das erste Buch wurde gekauft. Ich fand den amerikanischen Fotograf der den Leuten ins Gesicht blitzt in diesem Buch endlich wieder. Er sah sympathisch aus. Bei YouTube sah ich ihn durch die Straßen von New York spazieren und seine Fotos machen. Der Typ hatte es drauf. Bruce Gilden sieht meinem Stiefvater verblüffend ähnlich. Sein Portrait-Stil äußerst ungewöhnlich, aber interessant. So ändern sich Ansichten, wenn man mehr davon weiß und anfängt zu verstehen.

Die ersten Bilder in diesem Heft, stammen aus der Zeit, aus der ich mich nur unbewusst mit Streetfotografie beschäftigt habe. Ich hab es einfach gemacht und wusste manchmal nicht so recht wieso und warum. Ich verspürte die Neugier, aber ich hatte keine Ahnung wie man es technisch anstellt. Diese ersten Bilder sind mehr schlecht als recht. Aber seit es die Digitalfotografie gibt und man mit den Bilddateien Festplatten füllt, kann man alles speichern. Und Jahre später staunt man, was man da so findet zwischen den Urlaubsbildern. Ich hab sie herausgesucht und gebündelt um hier einfach mal 15 Jahre in einem Band zu präsentieren, um festzuhalten und um es ans Licht zu bringen. In den letzten Jahren haben sich verschiedene bewusste Themen herauskristallisiert. Aber es gibt auch Motive , die aus dem Unterbewusstsein kommen. Dazu gehören merkwürdigerweise Kutschen und Musiker. Ich weiß noch nicht was es bedeutet, Fotografie ein Spiegel der Seele! Was will sie mir sagen?

 

  • 2001_Rom_analog
  • 2001_Venedig_analog_1
  • 2001_Venedig_analog_2
  • 2002_Canterburry_analog

 

 

Magicus Gorlicensis


Die Bilder in diesem Bildband sind mit einer speziellen Aufnahmetechnik entstanden. Es handelt sich hierbei um „Infrarotfotografie“, man darf es nicht mit Wärmebildfotografie verwechseln. Bei der meist durch Langzeitbelichtung entstandenen Aufnahme wird ein großer Teil des sichtbaren Lichtspektrums durch einen Infrarotfilter gesperrt und es bleiben Wellenlängen über 720 Nanometer übrig, die auf den Chip gelangen. Die Roh-Dateien werden in Schwarzweißaufnahmen umgewandelt. Diese Art der Aufnahme erzeugt Abbilder unserer Umwelt die sehr merkwürdig, fast magisch, auf den Betrachter wirken. Meist hält er sie für Winterbilder. Die Bäume sehen auf den ersten Blick aus wie schneebedeckt. Wenn man genauer hinschaut, sieht man aber weiße Blätter. Der sogenannte Wood-Effekt, lässt das Sonnenlicht, in den Pflanzenteilen hell erscheinen, da es sich im enthaltenen Wasser, tausendfach spiegelt. So erscheinen diese Strukturen im Bild fast weiß, wobei sie unser Auge doch eher dunkel wahrnimmt. Aber eben nur das menschliche Auge kann es nicht sehen, wie sich das Sonnenlicht in den Blättern wieder und immer wieder spiegelt und bricht. Es ist nichts wie es auf den ersten Augenblick aussieht.
Als geborener Görlitzer, hat mich schon als Kind die sagenumwobene Altstadt fasziniert. Bereits mit 5 Jahren interessierte mich die Balgenkamera meines Großvaters und seine negativ entwickelten Filmstreifen zogen mich magisch in ihren Bann. Mit 11 Jahren die erste Plastik Kamera, mit vierzehn, der Umstieg auf Spiegelreflex. So wie ein Fotoenthusiast eben aufwächst. Nichts außergewöhnliches und meist leiser als der Rest. Von Piranesi, und Simon Marsden inspiriert entstehen meine Bilder in der angestammten Heimat. Wobei mich die Belichtungszeiten von mehreren Sekunden den "Augenblick" verlängern lassen und mir somit Gestaltungsmöglichkeiten einräumt wie seinerzeit dem Görlitzer Fotografen Robert Scholz mit seiner Plattenkamera.


  • 2.Med_Kahlbaumklinik
  • 2.Med_Pavillon
  • 2.Med_Treppe
  • 2.Med_Veranda

 

 

Görlitz in Farbe

  • 001
  • 002
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  • 004

 

 

Türen

  • Görlitz_-_Altes_Rathaus_1
  • Görlitz_-_Altes_Rathaus_2
  • Görlitz_-_Altes_Rathaus_3
  • Görlitz_-_An_der_Peterskirche_3